Tag 14 – Bikaner

Nun befinden wir uns wieder auf dem Rückweg nach Delhi. Allerdings brauchen wir dafür die nächsten drei Tage. Bzw. jetzt noch zwei, da wir nun schon einen Teil zurückgelegt haben.

Gestartet sind wir heute in Jaisalmer mit einem kurzen Abstecher zum See. Franziska hatte vor einiger Zeit ein wunderschönes Bild des Sees mit einem Gebäude darauf gesehen. Also mussten wir da noch unbedingt hin.
Wie es leider so ist mit wunderschönen Bildern die man sieht, sie sind vermutlich unter optimalen Bedingungen entstanden. So auch dieses, Wasserspiegel ca. 4 Meter höher und auch Abfall war kaum auf dem Bild zu sehen.

Wir sehen einiges davon und es sieht schrecklich aus, Glas, Plastik, Chips-Päckchen, nichts fehlt hier, abgesehen von Sauberkeit.
Eine kleine Wiedergutmachung auf diesen Schreck bietet sich beim Gehen. Jemand macht sich daran der Unordnung entgegenzutreten, mit einem Besen bewaffnet beginnt er seinen Tag.

Danach ca. 6 Stunden mit dem Auto nach Bikaner unserer zweitletzten Stadt vor Delhi. 2 Mio. Einwohner und auch ganz schön was los. Aber es spielt sich nicht mehr alles in Gassen ab wie in Jodhpur und Jaisalmer, sondern hier können auch zwei Autos problemlos kreuzen.
Zuerst sehen wir uns ein weiteres Fort an. Wuchtig gebaut und teilweise super Architektur. Zudem ist es noch gut erhalten. Aber wir sind wohl langsam übersättigt von Forts und Palästen.

Das Highlight soll aber ein Tempel in der Gegend sein. Ein Ratten-Tempel. Der Name ist nicht einfach so gewählt, da wimmelt es nur so von Ratten. Wenn einem eines der Tierchen über die Füsse krabbelt soll das Glück bringen. Wohl nicht der Ratte, denn mein Reflex würde es wohl na die nächste Wand befördern. Aber wir (ich und die Ratten) haben Glück, sie streifen mich nur und mein Fuss ist nicht schnell genug ;)
Es ist aber wohl auch der schmutzigste Tempel den wir zu Gesicht bekommen. Ich hab mehrere Tierchen gesehen die sich bereits auf den Weg ins Jenseits gemacht haben und eine Taube die gerade dabei war, den Weg einzuschlagen. :(

Dennoch gibt es einiges an Objekten die wir uns vornehmen können. Jedoch immer mit einem Auge auf den Boden gerichtet. Die Fiecher sind wirklich überall und sehr zahlreich.
Als wir aufbrechen, kaufen wir beim Ausgang noch etwas Wasser. Prompt erwischen wir eine Flasche Nachfüll-Wasser. Also eine die wohl nicht ganz unter hygienischen Bedingungen abgefüllt wurde. Das würde jetzt noch fehlen, nachdem die Erkältung bei uns endlich abklingt noch eine Darmreinigung alla Indien.

Zurück in der Stadt versuche ich mein Mobile neu aufzuladen. 2 GB an Daten haben wir in den letzten Wochen verbraucht. Ehrlich gesagt ein Rätsel womit, denn die Fotos sind zwar gross, aber nicht so gross.
Egal, jedenfalls funktioniert auch das hier in Indien etwas anders. Der Vodafone Shop in Agra, wo ich die ursprüngliche Karte her hab, hat meine Angaben nicht vollständig ausgefüllt/übernommen oder was weiss ich. Und der Vodafone Shop hier in Rajastan trägt zwar dasselbe Logo, ist aber eine andere Firma. Jeder Bundesstaat hat seine eigenen Vodafone Firma, was dazu führt, dass viele Inder zwei Handys haben. Denn beim Wechsel von einem Staat zum anderen, fallen dadurch auch Roaming Gebühren an. Ich habs relativ schnell verstanden was das Problem ist, aber stell mich trotzdem etwas doof und lass mir das mehrfach erklären.
Schlussendlich verlasse ich das Geschäft mit einer neuen SIM, einer neuen Nummer, 3GB zum Versurfen und mit der Hoffnung, dass ich nicht nochmals nachzuladen brauche. Obwohl mir der Verkäufer versichert, dass es absolut kein Problem sein wird, da wieder etwas drauf zu laden, bleibe ich skeptisch. Warum nur? Weil es das nächste Mal problemlos klappt, was gerade eben unmöglich war?

 

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Beat Hildebrand

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Teilzeit-Reisender
"Reisen veredelt den Geist und räumt mit unseren Vorurteilen auf." Oscar Wilde (1854 - 1900)
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